Stopp! Mobbing – ein Projekttag für die 7. Klassen

Mobbing betrifft viele Schülerinnen und Schüler – häufig, ohne dass es von Außenstehenden wahrgenommen wird. Um diesem wichtigen Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken, organisierte unsere Schule am 22.05.2026 gemeinsam mit der siebten Klasse einen Präventionstag zum Thema Mobbing. In verschiedenen interaktiven Einheiten lernten die Jugendlichen nicht nur, was unter Mobbing verstanden wird, sondern auch, welche schwerwiegenden Auswirkungen es auf Betroffene haben kann und wie jeder Einzelne helfen kann, Mobbing zu verhindern.

Zu Beginn bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler den Fragebogen „Ich und meine Klasse“, mit dem sie ihre Sicht auf das Klassenklima reflektieren konnten. Mithilfe von Filmen, Arbeitsblättern und Gruppenarbeiten setzten sich die Klassen danach intensiv mit dem Thema auseinander und beschäftigten sich mit den unterschiedlichen Rollen im Mobbingprozess – von Betroffenen über Täter und Mitläufer bis hin zu Zuschauern. Besonders eindrucksvoll war dabei die Einheit „Es gibt bei Mobbing keine Unbeteiligten“, die verdeutlichte, dass auch Beobachtende Verantwortung tragen.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war ein Rollenspiel aus der Ich-Perspektive. Dabei konnten sich die Teilnehmenden in verschiedene Situationen hineinversetzen und die Gefühle betroffener Personen besser nachvollziehen. In der Übung „Konflikt oder Mobbing?“ wurde außerdem erarbeitet, wie sich ein gewöhnlicher Streit von gezieltem und wiederholtem Mobbing unterscheidet.

Zum Abschluss stand die Frage im Mittelpunkt, wie aktiv gegen Mobbing vorgegangen werden kann. In Gruppenarbeiten entwickelten die Schülerinnen und Schüler konkrete Ideen und Handlungsmöglichkeiten für einen respektvollen Umgang miteinander. Eine abschließende Feedbackrunde machte deutlich, dass die Inhalte nachhaltig wirkten und viele wertvolle Erkenntnisse mitgenommen wurden.

Besonders bewegend war der Besuch von Celina Mayer, einer ehemaligen Schülerin, die offen über ihre eigenen Erfahrungen mit Mobbing sowie die daraus entstandenen Essstörungen sprach. Ihre ehrlichen und persönlichen Einblicke hinterließen bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.

Das Projekt machte deutlich: Jeder kann einen Beitrag gegen Mobbing leisten – und nur gemeinsam lässt sich Mobbing wirksam stoppen.

Stefan Obermeier & Maria Reichl